Ein hoher ROAS oder ein niedriger Preis pro Anfrage beantwortet noch nicht, welche Kampagne mehr Budget verdient. Entscheidend ist, welche Ergebnisse dahinterstehen und welchen Wert sie für Ihr Geschäft haben.
🔍 Starker PMax-ROAS, aber viel eigene Marke
Performance Max kann auch Menschen erreichen, die bereits nach Ihrem Unternehmen suchen. Werden Brand und Non-Brand gemeinsam bewertet, kann der Gesamt-ROAS die Leistung außerhalb der eigenen Markennachfrage überdecken.
Für die Budgetentscheidung: Vor einer Erhöhung prüfen wir den erkennbaren Markenanteil und welche Ergebnisse eine weitere Investition rechtfertigen.
👥 Niedrigerer ROAS, aber wertvolle Neukunden
Eine Kampagne gewinnt überwiegend neue Kunden, eine andere vor allem Bestandskunden. Der Vergleich anhand des ersten Kaufs kann zu kurz greifen, wenn sich Wiederkäufe und langfristige Deckungsbeiträge unterscheiden.
Für die Budgetentscheidung: Wir prüfen, ob Neukundengewinnung und Kundenwert angemessen berücksichtigt werden. Zusätzliche Wertannahmen müssen nachvollziehbar sein.
💰 Viel Umsatz, aber wenig Deckungsbeitrag
Umsatzstarke Produkte sind nicht automatisch die wirtschaftlich attraktivsten. Unterschiedliche Margen, Retouren oder variable Kosten können die Bewertung verändern.
Für die Budgetentscheidung: Eine Ausrichtung auf Deckungsbeitrag kann bei gleichem Werbebudget ein besseres wirtschaftliches Ergebnis ermöglichen, auch wenn der Umsatz niedriger ausfällt. Wir prüfen, ob die nötigen Daten vorliegen und eine Umstellung sinnvoll getestet werden kann.
🎯 Günstige Anfragen, aber wenige Aufträge
Eine Kampagne liefert viele günstige Leads. Eine andere erzeugt weniger und teurere Anfragen, aus denen jedoch häufiger profitable Aufträge entstehen.
Für die Budgetentscheidung: Wir beziehen verfügbare Rückmeldungen aus dem Vertrieb ein. Der niedrigste Preis pro Anfrage allein entscheidet nicht über die Budgetverteilung.
Aus der Praxis: Spätere Verkäufe verändern die Bewertung
Bei einem Anbieter mit Onlineshop und beratungsintensiven Produkten wurden zunächst vor allem direkte Shopkäufe erfasst. Erst die Verbindung von Planungsvorgängen mit späteren Aufträgen sowie ergänzte Offlineumsätze und Deckungsbeiträge machten weitere Verkaufsergebnisse sichtbar.
Die Budgetverteilung änderte sich: Mehr Mittel flossen insbesondere in Demand Gen und Suchkampagnen mit konkreter Planungsabsicht.
Zum ausführlichen Praxisbeispiel auf unserer Google-Ads-Seite →
Diese Einordnungen helfen, Budgetentscheidungen besser zu begründen. Welche Verkäufe oder Deckungsbeiträge tatsächlich zusätzlich durch Werbung entstanden sind, bleibt eine eigene Wirkungsfrage.