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Performance Marketing3 Min. Lesezeit

Google Ads: Was bringen Kanalpriorisierung und Budgetzuweisung?

Das Google Displaynetzwerk in Performance Max ausschließen oder Suchpartner mit begrenztem Budget testen: Google führt neue Einstellungen ein, mit denen Werbetreibende gezielter beeinflussen können, wo ihr Budget ausgegeben wird.

„Channel prioritization“ und „Budget allocation“ werden seit Oktober 2026 schrittweise ausgerollt. Welche Möglichkeiten sie bieten, hängt vom Kampagnentyp und den Einstellungen ab.

Was unterscheidet Kanalpriorisierung und Budgetzuweisung?

Die beiden Funktionen erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

  • Kanalpriorisierung: „High priority“ bedeutet, dass ein Netzwerk bevorzugt Budget erhält. Netzwerke mit „Low priority“ werden nachrangig berücksichtigt.

  • Budgetzuweisung: Für nachrangige Netzwerke lässt sich zusätzlich ein prozentualer Ausgabenrahmen festlegen.

Bei Ziel-CPA oder Ziel-ROAS gelten weiterhin die gesetzten Effizienzziele. Ist eine solche Kampagne nicht durch ihr Budget begrenzt, verändert die Priorisierung allein die Verteilung normalerweise nicht. Eine zusätzliche Budgetzuweisung greift trotzdem. Google erläutert die Funktionsweise.

Google-Ads-Kontoeinstellungen zur Priorisierung von Google Suche, Suchpartnern und Google Displaynetzwerk mit den Optionen „High priority“ und „Low priority“.Kanalpriorisierung für Search-Kampagnen auf Kontoebene: Google Suche, Suchpartner und Displaynetzwerk lassen sich getrennt einstufen.

Kann ich Display und Suchpartner in PMax ausschließen?

Ja. Sobald die Funktion verfügbar ist, lässt sich das jeweilige Netzwerk auf „Low priority“ mit 0 % Budgetzuweisung setzen. Laut Google erfolgen dann keine Ausgaben auf diesem Kanal. Das gilt sowohl für das Google Displaynetzwerk als auch für Suchpartner. Google-Ads-Hilfe

Der Display-Ausschluss betrifft das Google Displaynetzwerk. Search, YouTube, Gmail, Discover und Maps bleiben innerhalb von PMax als „Google channels“ gebündelt. Ein eigenes YouTube-Budget oder eine separate Priorisierung von Search innerhalb von PMax ermöglichen diese Einstellungen weiterhin nicht. Googles Einordnung zu PMax

Welche Netzwerke lassen sich je Kampagnentyp steuern?

Kampagnentyp

Getrennt priorisierbare Netzwerke

Performance Max

Google-Kanäle als Gruppe, Suchpartner, Google Displaynetzwerk

Search

Google Suche, Suchpartner, Google Displaynetzwerk

Shopping

Google Suche, Suchpartner

Demand Gen

Google-Kanäle als Gruppe, Google Displaynetzwerk

Bestehende Ausschlüsse bleiben erhalten. Bereits ausgeschlossene Suchpartner werden beispielsweise in Search-Kampagnen durch die Neuerung nicht automatisch aktiviert. Google beantwortet die wichtigsten Fragen.

Bei Demand Gen ist nur die Priorisierung verfügbar, keine prozentuale Budgetzuweisung. Google-Ads-Hilfe

Wie könnte ein begrenzter Test mit Suchpartnern aussehen?

Ein Beispiel für eine Search-Kampagne:

  • Google Suche: hohe Priorität

  • Suchpartner: niedrige Priorität

  • Budgetzuweisung für Suchpartner: 10 %

  • Durchschnittliches Tagesbudget: 200 Euro

Google versucht damit, die Ausgaben für Suchpartner auf höchstens 20 Euro täglich zu begrenzen.

💡 Die Prozentangabe bezieht sich auf das durchschnittliche Tagesbudget. Gibt die Kampagne tatsächlich nur 100 Euro aus, entsprechen 20 Euro bereits 20 % der tatsächlichen Ausgaben.

Zudem sind positive Prozentwerte keine garantierten Obergrenzen. Tagesausgaben können darüber liegen. Für 0 % erklärt Google dagegen ausdrücklich, dass keine Ausgaben erfolgen. Die 10 % sind hier ein Rechenbeispiel, keine pauschale Empfehlung. Details zur Budgetberechnung

Woran lässt sich erkennen, ob sich die Änderung lohnt?

Dokumentieren Sie den Änderungszeitpunkt und beurteilen Sie die Ergebnisse getrennt nach Netzwerk:

  • Leadgenerierung: qualifizierte Anfragen, Abschlüsse und Kosten je Abschluss.

  • E-Commerce: Umsatz, Marge und Neukundenanteil.

  • Gesamtkampagne: Entwicklung von Kosten und wirtschaftlichem Ergebnis.

Günstigere Klicks oder Formularabschlüsse allein rechtfertigen kein zusätzliches Budget. Auch ein besserer durchschnittlicher CPA kann dadurch entstehen, dass sich die Verteilung der Ausgaben verändert hat.

Ein Vorher-nachher-Vergleich liefert Hinweise, aber keinen sicheren Beleg für zusätzliche Wirkung. Dafür braucht es einen geeigneten Kontrollvergleich. Der Unterschied zwischen Attribution und Inkrementalität bleibt auch hier entscheidend.

Was ändert sich im Februar 2027?

Search-Kampagnen mit aktivierter Display-Erweiterung werden ab Februar 2027 auf die neue Budgetsteuerung umgestellt. Dadurch kann sich die Ausgabenverteilung verändern. Zur Beibehaltung der bisherigen Konfiguration nennt Google für das Displaynetzwerk „Low priority“ mit 50 % Budgetzuweisung. Das betrifft diesen konkreten Umstellungsfall. Google zur angekündigten Änderung

Für die Steuerung von Google Ads entsteht damit mehr Spielraum: Netzwerke lassen sich ausschließen oder mit einem begrenzten Ausgabenrahmen prüfen. Ob sie mehr Budget verdienen, entscheidet ihr wirtschaftlicher Beitrag.

Thomas GroissbergerFounder & Senior Digital Marketing Advisor
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